EWF "European Wushu Federation"
Anerkannter Kontinentalverband des IWUF. Organisierte bislang 5 Europameisterschaften.Die nächste Europameisterschaft findet vom 6. bis 8. Oktober 2000 in Holland statt.
Gong Fu/Kung Fu "harte Arbeit"
Dieser Begriff wird in China für alle Künste verwendet. Der Begriff ist vor allem in Europa und Amerika verbreitet. Er wird auch als Synonym für die äusseren Stilarten des Wushu verwendet.
IWUF "International Wushu Federation"
mit Sitz in Beijing. Offizieller Weltverband für das Wushu (Disziplinen: Wushu Formen, Taijiquan, Sanshou/Sanda). Organisierte mittlerweile 5 Weltmeisterschaften (1991 China, 1993 Malaysia, 1995 USA, 1997 Rom, 1999 Hongkong). Nächste Weltmeisterschaft 2001: evt. Singapur. Die IWUF hat anfangs 1999 einen Antrag an das Internationale Olympische Komitee zur Zulassung von Wushu an den Olympischen Spielen gestellt. Am 19. Juni 1999 wurde Wushu am olympischen Kongress von Seoul provisorisch als neue olympische Disziplin aufgenommen.
PFS "Progressive Fighting System"
System der Selbstverteidigung nach Paul Vunak, USA. Die Techniken sind einzig auf Effektivität ausgerichtet und orientieren sich am Strassenkampf.
Qigong "Bearbeiten der Energie".
Dabei handelt es sich um Übungen, die der Kontrolle des Qi-Flusses im menschlichen Körper und damit der Stärkung der Lebenskraft dienen. Qigong ist eingebettet in das System von Taijiquan und der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auch im Qigong gibt es zahlreiche Schulen und damit verschiedene Ausprägungen. |
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Qigong im Park am Bund in Shanghai. |
SGQT "Schweizerische Gesellschaft für Qigong und Taijiquan" Dabei handelt es sich um einen Berufsverband für Qigong- und Taijiquan-Lehrkräfte. Der SGQT können nur qualifizierte Lehrkräfte, d.h. Lehrkräfte, welche gewisse Qualitätskriterien erfüllen, beitreten. Damit soll dieser Markt transparenter werden. Homepage SGQT.
SWF "Swiss Wushu Federation"
Schweizerischer Wushu Verband mit offizieller Anerkennung der IWUF und der EWF. Zweck des Verbandes ist die Verbreitung und Förderung von Wushu in der Schweiz. Der SWF führt jährlich 3 Ausscheidungsturniere und eine Schweizer Meisterschaft durch.
Sanda/Sanshou "Die Hände loslassen"
Heute übliche Bezeichnung für die chinesische Variante des Freikampfes mit Vollkontakt. Im Gegensatz zu den meisten bekannten Systemen wird Sanda auf einem Podest ohne Ringseile ausgeübt. Nebst den üblichen Schlägen sind aber auch Würfe erlaubt. Zudem kann der Gegner vom Podest heruntergestossen werden. Die Kämpfe können bis zum K.O. gehen. Die Schutzbekleidung umfasst u.a. einen Helm und einen Brustpanzer.
Taijiquan
(Auch Tai Chi Chuan geschrieben). Altes Kampfkunstsystem Chinas, welches bekannt ist durch die langsamen und fliessenden Bewegungen des am weitesten verbreiteten Yang-Stils. Das Taijiquan gehört zu den inneren Wushu-Stilen. Es wird auch heute noch von vielen Millionen Chinesen täglich in den zahlreichen öffentlichen Parks geübt. |
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Fächer-Taijiquan einer Hotelbelegschaft am Bund in Shanghai. |
TPF "Traditional Point Fighting"
Das TPF ist ein Punktekampfsystem mit Halbkontakt wie es an den Turnieren des SWF zum Einsatz kommt. Dabei wird der Kampf nach jedem möglichen Treffer unterbrochen und die Technik bewertet.
Tui Shou "Schiebende bzw. stossende Hände"
Partnerübung im Taijiquan mit und ohne Schrittfolgen. Wird auch als Überprüfung der korrekten Ausführung der Form geübt. Freie Formen dienen denn auch als Grundlage zur Entwicklung der Selbstverteidigungs-Fähigkeiten. Tui Shou kann aber auch "nur" als weitere entspannende Übung im Taijiquan verwendet und trainiert werden.
Wushu "Militärische Künste", "Kriegskünste"
Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste. Unter diesem Begriff werden alle bekannten chinesischen Kampfkunstsysteme subsumiert. Eine mögliche Untergliederung, die oft gemacht wird, ist eine Einteilung in die äusseren (z.B. Shaolin Quan, Chang Quan, Nan Quan etc.) und in die inneren Stilarten (z.B. Taijiquan, Xingyi Quan, Bagua Quan etc.).
Pinyin "Offizielle Umschrift chinesischer Zeichen in lateinische Buchstaben"
Dabei handelt es sich um ein von der Volksrepublik China erarbeitetes System zur "Übersetzung" der Schriftzeichen in unser lateinisches Alphabet. Seit 1958 ist dies die offizielle Umschrift und seit 1979 wird sie auch in allen übersetzten Texten und diplomatischen Dokumenten angewandt. Pinyin ersetzt diejenige Umschrift, welche auf der englischen Aussprache basiert und unter dem Namen Wade-Giles bekannt ist. Nachfolgend die Gegenüberstellung zwei sehr bekannter Ausdrücke, einmal in Pinyin, einmal in Wade-Giles. Pinyin stellt im Gegensatz zur Wade-Giles-Umschrift auch die 4 Töne der chinesischen Sprache korrekt dar (inklusive des "leeren" Tons).

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