Wushu Akademie Schweiz
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Chinareise 2015 - Longji

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Auf dem Busparkplatz unterhalb von Ping'An balgten sie sich beinahe um unsere Koffer. Das Hochtragen der Koffer von Touristen ist ein gutes Nebeneinkommen für die lokale Bevölkerung. Da wir relativ viel Gepäck hatten, wurden von den bereits anwesenden Trägerinnen telefonisch andauernd weitere Träger angefordert.
Über so steile Rampen ging des dann rauf zu unserem Hotel, dem Ping'An-Hotel.
Das Hotel benutzen wir schon viele Jahre und sind mit Service und Essen auch dieses Jahr wieder sehr zufrieden. Von da sind es nur wenige Minuten zu Fuss zu einigen wichtigen Aussichtsplattformen auf die Reisterrassen. Einge Terrassen beginnen gleich hinter dem Hotel.
Im Dorf traf ich diesen Bauern mit seinen Ingwer-Knollen an. Er war nett und gerne bereit, mit seinen frisch geernteten Früchten zu posieren. Ein weiterer Tourist wollte ihn fotografieren. Da kam bereits seine Frau um die Ecke und nahm ihm die Früchte ab, so als wollte sie sagen: «He, liebe Touris, wir haben keine Zeit für so was. Wir müssen arbeiten.»
Danach ging sie hin und liess sich seelenruhig beim Waschen des Ingwers fotografieren. Lao Shen sprach die ganze Zeit mit ihr, was ihr sichtlilch zusagte. Er ist hier im Dorf gut bekannt, bringt er doch seit vielen Jahren immer wieder Gruppen hierher.
Das sind sie also nun, die Reisterrassen von Ping'An mit dem Dorf im Hintergrund.
Auch wenn das Licht nicht besonders gut war, kriegt man trotzdem einen kleinen Eindruck von der Schönheit dieser Gegend.
Hier noch eine ganz besonders schöne Ecke unweit des Dorfes.
Am 1. Abend assen wir dieses feine Huhn im Bambusrohr gemacht.
Auf diesem Bild sieht man die Gruppe bei der heutigen Wanderung. Im Hintergrund sind noch die Häuser von Ping'An zu sehen.
Dabei trafen wir schon früh diese beiden Yao-Frauen. Ihr besonderes Merkmal, neben der Kleidung, sind ihre Haare, welche sie offenbar mit 18 erstmals schneiden und dann wieder, wenn sie heiraten. Die Haare werfen sie danach nicht weg, sondern tragen sie stets mit sich herum. Hier zeigen die Frauen gerade, wie man die Stränge verbindet und wieder auf dem Kopf verschnürt.
So sieht das dann zum Schluss aus.
Unterwegs gab es diesen vielversprechenden Wegweiser: Unser Weg sollte uns von Ping'An nach Zhonglu und Tiantou führen (auch wenn der Wegweiser zum Boden zeigte). Dazu wurde auch noch auf den Friedhof verwiesen...
Hier die Gruppe irgendwo in den Reisterrassen. Immer wieder staunten wir über die Üppigkeit der Pflanzenwelt. Einige kamen vor lauter Fotografieren kaum noch zum Marschieren.
Dieser Eindruck von der Wanderung macht auch nachdenklich: Im Hintergrund sieht man nicht mehr gepflegte Reisterrassen. Lao Shen, unser Führer in Guangxi, sagte uns, dass sie auch hier mit der Landflucht kämpften und dies das Resultat davon sei. Dabei musste ich daran denken, dass man ja auch bei uns z.B. vom Problem der Vergandung der Alpen spricht (weil immer mehr früher bewirtschaftete Gebiete in den Alpen aufgegeben worden sind).
Dies ist ein Blick in die Reisterrassen an unserem Ziel in Dazhai, welches wir nach rund vier Stunden Wanderzeit erreichten. Auf die dahinter anschliessenden Terrassen führt seit einigen Jahren sogar eine Seilbahn.
Auf dem Nachhauseweg trafen wir dann noch diese Köstlichkeiten an. Ob das Flughunde sind?
But these men made my day: Der örtliche Coiffeur in Dazhai. Er schneidet die Haare direkt neben dem örtlichen Reisfeld, während der Kunde unaufhörlich telefoniert.
Nachtrag vom 10.10.2015: So präsentierte sich Ping'An am Tag unserer Abreise nach Fenghuang. Nebelverhangen, gerade eben so, wie man Reisterrassen eben auch noch kennt, fotografiert direkt von meiner Terrasse im Hotel.