Wushu Akademie Schweiz
CH-5035 Unterentfelden
+41 62 724 05 05 | info[at]wak.ch

Chinareise 2015 - Xi'an

Mehr...
Das war meine Sicht auf den Glockenturm aus meinem Hotelzimmer hinaus. Da treffen die Hauptachsen von Ost-West und Nord-Süd aufeinander.
Die Reaktion, wenn jemand zum ersten Mal die Grube Nr. 1 der Terrakotta-Armee betritt, ist stets gleich. Selbst wenn man schon Bilder davon gesehen hat, es ist immer wieder überwältigend, mit eigenen Augen zu sehen, wie gross die Terrakotta-Armee ist (rund 6'000 lebensgrosse Tonfiguren alleine in dieser Halle, wovon aber noch nicht alle ausgegraben und restauriert sind).
Die Streitmacht aus einem andern Winkel. Die Armee sollte den Kaiser im Jenseits beschützen. Alle Soldaten blicken nach Osten, zum eigentlichen Grab des Kaisers, welches rund 1.5 km westlich der Terrakotta-Armee liegt und welches man bislang noch nicht zu öffnen gewagt hat. Dank der Terrakotta-Armee weiss man nun auch mehr über die Strategie und Formation der Armee zur Zeit der Qin-Dynastie.
Im Museumsladen kann man solche Nachbildungen kaufen. Früher war jede Figur bemalt. Bei den zu sehenden Figuren hingegen ist die Farbe weg, weil sie ohne Konservierungstechnik unmittelbar nach der Ausgrabung zerfällt.
In einer weiteren Halle fanden wir diesen prachtvollen Krieger. Die Figuren trugen früher alle Waffen, welche jedoch entweder gestohlen, zerstört oder verrottet sind.
Dieser Bogenschütze erinnert mich jedes Mal ans Wushu, weil er einen Ausdruck und eine Körperhaltung hat, der jedem Wushu-Sportler gut stehen würde.
Fast nicht zu fotografieren, weil sich so viele Menschen darum herum drücken und es zudem dunkel ist: Der «bequeme Wagen» aus der Wagenkolonne des Kaisers, welcher wohl Ministern und Frauen als Transportmittel diente. Dieser Bronzewagen zeigt sehr deutlich, wie fortschrittlich die Metallherstellung- und bearbeitungskunst der Qin-Zeit war.
So sieht das ganze Gespann aus.
Im Bild das andere Gespann mit dem «hohen Wagen», der den Streitwagen eines Generals darstellen könnte. Im Gegensatz zu einem normalen Streitwagen hat dieser hier einen Schirm als Dach. Beide Bronzewagen wurden in jahrelanger Handarbeit restauriert. Sie bestehen aus je rund 3'000 Einzelteilen. Es werden in den Gruben rund um das Grab des Kaisers weitere Wagen vermutet.
Wir sahen dann am Ende der Besichtigung diesen Wonneproppen.
Wir interessierten uns allerdings vor allem für seine Rückseite, wollten wir doch die gut sichtbare und weltberühmte Schnellfeuerhose im Bild festhalten.
Auf der Fahrt zum Flughafen von Xi'an kamen wir wieder an einigen Baustellen vorbei, wovon ich eine schnappschussmässig aus dem Bus heraus festzuhalten versucht habe. Auf dem Bild kriegt man wenigstens ein bisschen ein Gespür für den Smog von Xi'an.
Es ist Nachmittag um ca. 14 Uhr und der Smog kommt auf diesem Bild noch nicht mal richtig zum Ausdruck. Erneut habe ich eine riesige neue Wohnsiedlung im Bild festgehalten. Die Städte versuchen damit bereit zu sein, für die weiterhin in grosser Zahl vom Land in die Stadt drängende Bevölkerung. Andererseits scheint es aber auch vorzukommen, dass quasi auf Halde produziert wird, einfach, damit das Wachstum fortbestehen kann. Wobei, wenn da dann niemand einzieht, war dieses Wachstum nur für die Statistik.
Für den Smog verantwortlich sind sicherlich auch Kohlekraftwerke wie dieses. Es gibt davon um Xi'an herum insgesamt sechs. Allerdings hat die Heizperiode noch nicht begonnen, so dass der Smog-Höhepunkt wohl erst noch kommen wird. Durch den Smog kann man das Kraftwerk nur erahnen.
Dies ist das Schlussbild aus Xi'an. Der Glockenturm by night mit einer Belichtungszeit von 15 Sekunden aufgenommen, so dass die den Turm umfahrenden Autos nur noch als Lichtspuren zu erkennen sind.