Wushu Akademie Schweiz
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Erste Trainingseindrücke mit Zhangshuai

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Hier ist sie also, wenn auch erst von hinten: Zhangshuai, für drei Monate auf dem Kommandoposten für alle Talentgruppen an der Wushu Akademie Schweiz.
Sie ist der Chef.
Sie hat den Überblick...
...zeigt, wo es langgeht...
...schaut ganz genau hin...
...korrigiert und muntert auf...
...und erklärt gerne auch mal unter Zuhilfenahme von Zeichen.
Wir zeigen hier Ausschnitte aus einem normalen Training. Zhangshuai hat natürlich viel mehr Zeit zur Verfügung (bis zu 14 h pro Woche trainieren die AthletInnen) und verwendet sehr viel Zeit auf das Dehnen. Glücklich, wer es mit einem, wenn auch leicht gepressten Lächeln nehmen kann, wie Sheryl.
Auch Alessia, die nur schon in diesen ersten vier Wochen grosse Fortschritte gemacht hat, scheint den Druck von Michi relativ gelassen zu nehmen. Diese Stellung an der Wand, welche kein Ausweichen erlaubt, ist auch mental eine grosse Belastung.
Zhangshuai widmet sich hier Nina, einer echten Kämpfernatur.
Selbst die Kinder verstehen langsam, dass Dehnen einfach ein gewisses Mass an Schmerzenaushalten bedeutet. Tim ist einer der dehnbarsten Jungs, die wir haben, aber auch bei ihm muss man nun, da die Pubertät eingesetzt hat, dagegen halten, denn gerade in dieser Zeit braucht es überproportional viel Dehnen, um den Zustand nur schon halten zu können.
Obwohl nun praktisch unten im Spagat scheint er es jetzt entspannter zu nehmen...
Schwerstarbeit.
Dehnen für Fortgeschrittene.
Berühmt-berüchtigt, schon von Zhangshuais ersten Aufenthalten her: Die Brücke.
Wir befinden uns im »jibengong«, dem Grundschultraining. Dabei packt unsere chinesische Trainerin immer wieder an und leitet Bewegungen in die richtige Richtung.
»Schön aufrecht bleiben, Nina!«.
Ein gekonnter Seitwärtstritt von Lisa.
Die Gruppe Erwachsene vom Abendtraining des Donnerstags, bereits etwas gezeichnet vom ersten Teil des Trainings, hört aufmerksam zu.
Auf geht es zur nächsten Linie "Deng Tui".
Mittlerweile sind wir tief im »jibengong« (Grundschule) angelangt. Sprünge sind angesagt. Hier ein gelungener »tengkong feijiao« von Lisa.
Und Pascal sprang mir doch wieder einmal glatt aus dem Bild. Nur habe ich dieses Mal die Foto nicht entsorgt, sondern veröffentliche sie trotzdem oder gerade deswegen...
Das sind Bilder aus dem Formentraining. Gerade da, in den freien Formen, wie hier bei Pascal, können die AthletInnen enorm vom Erfahrungsschatz von Zhangshuai profitieren, denn in China haben die Pflichtformen ein viel tieferen Stellenwert als bei uns. Schon früh sind freie Formen gefragt.
Wer neue Bewegungen in einer Form braucht, kriegt sie, wie hier Lisa. Man darf das nicht unterschätzen: Auch für Zhangshuai braucht es dafür Vorbereitung und ein Gespür für die Athletin, d.h. Antworten auf Fragen, wie:
- was kann man ihr zumuten?
- was passt zu ihr? usw.
Benjamin arbeitet hier an seiner Schwertform (Pflichtform 2012), die ihm trotz kurzer Vorbereitungszeit schon ganz ordentlich von der Hand geht.
Auch Samara kriegt ihren persönlichen Anschauungsunterricht.
Es hat nichts direkt mit dem Training zu tun: Aber der grimmige Blick von Adham ist mir immer wieder ein Bild wert. Wenn man bedenkt, wie liebenswert dieser junge Mann sonst ist...
Hier scheint Adham zu fragen:
»Zhang Laoshi, ist es gut so?«
Ich kann ihr Gesicht nicht sehen, aber aufgrund von Adhams Reaktion, war sie allenfalls nicht vollumfänglich zufrieden.
Nicht verzweifeln, Adham, wir schauen uns das jetzt genauer an.;-)
Auch bei den Kindern, wie hier bei Michael, packt sie tatkräftig zu.
Hier dreht sie Mattias Kopf in die richtige Richtung. Wir sind froh, ist der junge Kämpfer von seiner Verletzung zurück.
Die letzten beiden Bilder gehören dem jüngeren Bruder von Mattia, Gabriel. Schön, wie sie ihm die Hände quasi präpariert...
...aber scheinbar will es noch nicht ganz klappen. Man, man, lai (langsam, langsam wird es kommen, wie Lehrer Yu jeweils sagte). Jiayou!
PS: Eine Bemerkung am Rande: Gabriel ist eines jener Kinder, bei denen wir uns lange fragten, was seine Ziele sind. Auch er schien es nicht recht zu wissen. Irgendwann steckten wir ihn in die Talentgruppe, als Test...und siehe da: Er blühte förmlich auf. Weiter so, Gabriel.