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Wushu Akademie Schweiz
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3. QT 2019 in Tuggen: Ferien definitiv verdient!

AthletInnen gaben nochmals alles, bevor es in die wohlverdienten Ferien geht.

So, endlich mal wieder gute Aufnahmen von Linus. Beeindruckende Präsenz in der 46er-Form.
Dieses Bild lebt mindestens so sehr vom keck dreinblickenden Joshua wie von der Pose von Linus.
Auch Elias ist schon lange dabei und ich war froh, als ich heute dieses Bild sah. Schaut euch mal DIESE Faust an!
Lilian in Extrem-Schräglage in ihrer 46er-Form.
Alessia zeigte einen guten bis sehr guten Wettkampf. Sie ist mittlerweile auf relativ hohem Niveau stabil. Darunter fällt sie nur noch selten.
Hier fand ich das Spiel zwischen linker und rechter Gesichtshälfte spannend, denn die Stellung an sich, haben wir schon zwei Mal gesehen.
Liam mit einer eher unkonventionellen Armhaltung in seiner freien Form. Wobei man gerade in freien Formen immer mal wieder solche Elemente suchen muss.
Liam bei seiner unzweifelhaften Lieblingsbeschäftigung: Springen!
So, mal eben Luft holen vor dem nächsten Sprung.
Samara, welche in diesem Jahr erstmals bei der Elite startete, mit ihrer freien Changquan-Form. Der Fokus liegt für dieses Jahr bei Samara allerdings noch auf den Juniorinnen-Kategorien, in denen sie häufig Siege und zweite Plätze einfährt.
Sheryl bei ihrem fokussierten Start in die freie Changquan-Form.
Kou tui-pingheng, ein Gleichgewichtsteil, welches genügend tief für zwei Sekunden gehalten werden muss. Wer es so schön hält wie Sheryl, hat dabei keine Abzüge zu befürchten.
Tiefe Stellungen fielen Sheryl schon immer leicht.
Pascal hat sich über Jahre weiterentwickelt und ist nun zu einem starken Elite-Athleten herangereift. Den Jüngsten versuchen wir immer schon rasch die Bedeutung von Spannung in Kombination mit Kraft und Streckung beizubringen. Ein Resultat kann ein freies Rad wie dieses sein. Es gibt nur ganz wenige AthletInnen in der Schweiz, die dabei eine solche Streckung erreichen.
Auch diese Stellung/Bewegung mag einfach aussehen, aber sie ist es nicht. Spannung, Kraft, Streckung!
Zum Schluss zeigen die Fotos bei seinem Standardteil »freies Rad-Schraube«, wobei er zusätzlich zur Überkopf-Rotation der Beine noch eine Schraube einbaut. Im Ansatz ist das Eindrehen bereits erkennbar.
Hier ist die Schraube nun deutlich erkennbar. Spannend, wohin seine Augen dabei schauen.
Im Laufe der Schraube werden die Beine wieder geschlossen. Zum Schluss, kurz vor der Landung, liegt Pascal jeweils waagrecht in der Luft und man fragt sich jedes Mal, wie er es doch noch schaffte, wieder auf die Beine zu kommen. Aber kein Problem, es gelang auch dieses Mal.

Das 3. QT in Tuggen, Kanton Schwyz, wurde erst vor relativ kurzer Zeit fixiert. Deshalb war dann datumsmässig nicht mehr vieles möglich, so dass der Turniertag ungewöhnlich spät für ein 3. QT ausfiel. Nicht überraschend kam es zu einigen Ausfällen zufolge Herbstferien (im Kanton Bern starteten diese vor einer Woche, bei uns begannen sie dieses Wochenende). Auch wir waren von einigen hochkarätigen Ausfällen betroffen, allen voran Benjamin Müller, aber auch die Meier-Brüder fehlten. Das sieht man auf dem Datenblatt deutlich. Trotzdem waren die Wettkämpfe weiterhin attraktiv und aufschlussreich. Zudem konnten wir, dank unserem grossen Wettkampfteam, einiges der Ausfälle auffangen.

Schön war auch anzusehen, dass trotz des "schwierig" gelegenen Turniertages die meisten Schiedsrichter anwesend waren. Das brachte im Vergleich zum letzten Turnier in Thun doch eine deutliche Entlastung bei den einzelnen Einsatzzeiten. Hoffentlich sind an der Schweizer Meisterschaft dann alle anwesend, so dass wir noch mehr Ablösungen fahren können. Heute lagen die Einsatzzeiten im Schnitt bei knapp 3 und gut 4.5 Stunden pro SchiedsrichterIn. Das ist weiterhin relativ viel, aber eben: Es war schon schlimmer.

Das Hauptaugenmerk galt bei den freien Formen mit Pflichtbewegungen Pascal Dutoit, der sich in seinem letzten Wettkampf vor der Weltmeisterschaft in Shanghai, welche in rund drei Wochen beginnen, von seiner besten Seite zeigte. Dabei ging es vor allem darum, Selbstvertrauen zu tanken, maximale C-Noten zu erreichen und sich selber zu versichern, dass man bereit ist. Das ist Pascal zweifellos gelungen und er kann guten Mutes den Abflug an die Hand nehmen. Er erreichte 3x den zweiten Platz jeweils hinter dem unbestrittenen Leader Sami, der das Schweizer Team an der WM anführen wird. Ebenfalls 3x Zweite wurde Sheryl, welche gute Formen zeigte, aber auch in ihrer Kategorie jemanden vor sich hat, an dem aktuell nur schwer vorbeizukommen ist. Dafür gelang ihr ein schöner 1. Platz in der Juniorinnenkategorie 1989. Corina blieb heute sicherlich etwas hinter ihren Möglichkeiten, trat sich doch mit einer leichten Rückenverletzung an. Aber sie erreichte ihr Ziel, sich im Speer für die SM zu qualifizieren, trotzdem.

Bei den JuniorInnen sind wir bei beiden Geschlechtern gut aufgestellt. Samara und Alessia sammelten denn auch fleissig 1. und 2. Plätze und wir dürfen gespannt sein, was an der SM alles möglich sein wird. Bei den Jungs fielen gleich drei von fünf sonst regelmässigen Medaillensammlern aus (nebst Mattia und Gabriel auch noch Adham, der uns leider verlassen hat). Aber Linus sprang in die Bresche und kam bei vier Starts 4x aufs Podest (nebst Liam, der einen sehr verdienten 1. Platz im Stock 1989 holte). In der Kategorie Faustformen 46 wollten wir schon alle über den 1. Sieg von Linus jubeln. Leider kam ihm dort dann aber etwas in die Quere, was man gemeinhin als das Changquan-/Nanquan-Problem bezeichnen darf.

Worum geht es dabei: Changquan und Nanquan sind zwei völlig unterschiedliche Kategorien, wobei Changquan, zumindest in der Schweiz, eindeutig häufiger vertreten ist. Um nun dem Nanquan trotzdem eine Entwicklungsmöglichkeit zu bieten, beschloss man im Verband, Changquan und Nanquan, so nicht anders möglich, zu mischen, ansonsten käme es in diesen Fällen häufig zu Einzelstarts. Das Problem dabei: Nanquan-Formen erlauben bei den Stellungen viel mehr Marge, d.h. ein Gongbu, die Grundstellung schlechthin, darf dort sehr viel höher sein als im Changquan. Insofern hat ein Kind oder ein Junior im Schnitt mit einer Nanquan-Form stets massiv höhere A-Noten als die Gegner mit den Changquan-Formen. Im Schiedsrichtergremium versuchten wir bereits seit einiger Zeit, diesem Problem durch eine Korrektur in der B-Note entgegenzuwirken. Diese müsste aber oft so hoch ausfallen, dass sowohl die betroffenen AthletInnen als auch die ZuschauerInnen das eventuell nur schwer nachvollziehen könnten. So blieben diese Korrekturen meist hinter dem Notwendigen zurück und die Ranglisten widerspiegelten in so einem Fall nicht immer zwingend das auf dem Teppich Gezeigte.

Linus scheiterte heute schliesslich genau an so einem Fall. Der letzte Gegner trat mit Nanquan an und siegte am Ende mit einem Zehntel Vorsprung. Immerhin konnten wir in der Mittagspause diese Problematik im kleinen Kreis nochmals mit betroffenen Personen besprechen. Wir sind guter Dinge, dass bis zu den Schweizer Meisterschaften eine allseits befriedigende Lösung gefunden werden kann. Am einfachsten wäre es, wenn ab nächster Saison überall genügend Nanquan-Leute zur Verfügung stünden, damit man die Kategorien allesamt aufsplitten kann.

Bei den Kindern sind wir vor allem bei den Mädchen im Umbruch, d.h. die beiden letzten Vertreterinnen wechseln im nächsten Jahr zu den Juniorinnen und dahinter ist im Augenblick eine gähnende Leere. Allerdings haben wir einige vielversprechende Talente, wovon das eine oder andere sicherlich im nächsten Jahr mit Wettkämpfen beginnen wird. Bei den Jungs hingegen sind wir relativ stark unterwegs mit bis zu neun Teilnehmenden, wovon im nächsten Jahr kein einziger zu den Junioren wechselt. Zudem erwarten wir hier im nächsten Jahr weiteren Zuzug von unten. Wo wir gegenüber den andern weiter aufholen müssen, ist bei der A-Note. Dabei geht es zum einen um die Stellungen, zum andern auch um Gleichgewichtsfehler, die einfach ärgerlich sind, die aber oft nur mit viel Geduld "abgestellt" werden können. Die Arbeit geht uns allen also nicht aus.

Aber nun machen alle erst mal zwei Wochen Herbstferien, bevor schon bald die Vorbereitungen auf die Schweizer Meisterschaften vom kommenden 17. November in Bern starten.

Die offizielle Rangliste findet sich wie immer auf www.swisswushu.chIn Kategorien mit acht und mehr Teilnehmenden führen wir alle unsere Plätze bis zum Ranglistenfünften auf; bei kleineren Kategorien sind alle Medaillenränge genannt:

Rangliste 3. QT 2019 von swisswushu in Tuggen
Kategorie freie Formen mit PflichtbewegungenResultat
Waffenlose Frauen2. Sheryl Kasper
3. Samara Boxler
Waffenlose Männer2. Pascal Dutoit
Kurzwaffen Frauen2. Sheryl Kasper
Kurzwaffen Männer2. Pascal Dutoit
Langwaffen Frauen2. Sheryl Kasper
Langwaffen Männer2. Pascal Dutoit
Kategorie PflichtformenResultat
Kurzwaffen JuniorInnen (Formen 2001/2012)1. Liam Rothenbühler
Waffenlose Juniorinnen (Form 1989)1. Sheryl Kasper
2. Alessia Del Mistro
Waffenlose Junioren (Form 1989)3. Linus Grillo
Langwaffen Juniorinnen (Form 1989)1. Samara Boxler
2. Alessia Del Mistro
3. Corina Müller
Langwaffen Junioren (Form 1989)1. Liam Rothenbühler
3. Linus Grillo
Kurzwaffen Juniorinnen (Form 1989)1. Samara Boxler
2. Alessia Del Mistro
Kurzwaffen Junioren (Form 1989)3. Linus Grillo
Waffenlose Juniorinnen (46er-Form)1. Alessia Del Mistro
Waffenlose Junioren (46er-Form)2. Linus Grillo
Waffenlose Kinder (32er-Form) A/B, Mädchen3. Alyssa Marti
Waffenlose Kinder (32er-Form) A, Jungen2. Nick Grillo
3. Joshua Senti
Waffenlose Kinder (32er-Form) B, Jungen3. Kaan Kirmizitas
Säbel Kinder (32er-Form), Mädchen/Jungen3. Kaan Kirmizitas
Schwert Kinder (32er-Form), Mädchen/Jungen-
Stock Kinder (32er-Form), Mädchen/Jungen3. Nick Grillo
Speer Kinder (32er-Form), Mädchen/Jungen-

Auch Elias ist schon lange dabei und ich war froh, als ich heute dieses Bild sah. Schaut euch mal DIESE Faust an!