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News 9, Chinareise 2018: Pilzhäuser und zweite Wanderung in den Reisterrassen

Ich wiederhole mich gerne: Wie wandern in einem Gemälde!

Besuch eines traditionellen Hani-Dorfes mit sogenannten »mogufang«, Häusern mit Pilzdächern.
Jeder Dorfeingang hat sein eigenes Eingangstor, an dem auch regelmässig Tieropfer hängen (oben links schwach zu erkennen).
Unser zusätzlicher lokaler Führer, selber von der Volksgruppe der Hani, Jacky, kennt die Gebräuche der Volksgruppen bestens und erzählte uns viele interessante Dinge über Gebräuche, Sitten und den Reisanbau. Hier spricht er darüber, wie die Hani den Wald verehren, weil er der lebenssichernde Wasserspeicher ist.
Wie in allen diesen Dörfern laufen auch hier die Tiere einfach so rum. Die Tiere sind Bestandteil des Haushalts. Häufig wird man selbst als Tourist Zeuge von Schlachtungen. So kamen wir noch vor dem Eingang des Dorfes im »äusseren« Teil an einer Entenschlachtung vorbei.
Hier sind sie nun, die Pilzdachhäuser, eingedeckt mit Stroh, welches ca. alle drei Jahre ersetzt werden müsse.
Eben war noch Nebel und schon riss es wieder auf.
Dann durften wir ins Haus einer Bekannten von Jacky, die er, da sie älter ist als er, als »dajie« für »grosse Schwester« (eine durchaus gebräuchliche Anrede) anredete. In diesem Raum trafen wir auf eine ältere Frau (wahrscheinlich die Mutter der »dajie«) welche leider aus dem Bild schlich, als ich langsam bereit zum Fotografieren war. Unterhalten war leider unmöglich, weil die alten Leute alle kein Hochchinesisch sprechen. Aber der Raum alleine ist immer noch spannend genug.

Weiter unten im Dorf hatten wir Ausblick auf die ersten Reisterrassen.
Was für eine Landschaft!
Nur ein paar Meter weiter holte uns der Nebel wieder ein.
Auf der untersten Plattform trennten sich unsere Wege: 15 aus der Gruppe machten nochmals eine Wanderung. Ziel war das Dorf Duoyishu (Stichwort »Sonnenaufgang«). Der Rest ging wieder zurück zum Bus.
Durch diese üppige Vegetation liefen wir zu Beginn lange bergab.
Unterwegs trafen wir noch diesen Herrn beim Pause machen an.
Ein erster Halt mit der Gruppe und ein Blick in Richtung Wolken und Nebel. Würden sie den Blick noch ganz freigeben? Sie würden!
Zu den meisten restlichen Fotos schreibe ich nichts mehr und sage nur noch: Es war wie wandern in einem Gemälde!
Wo sonst sollte man Nanquan (=Südfaust) machen, wenn nicht hier, im tiefsten Südwesten Chinas? Patrick in den Reisterrassen. Heiss finde ich die Sonnenbrille.:-)

Den 2. April starteten wir mit dem Besuch eines besonderen Dorfes mit vielen Häusern im alten Stil (Strohdachhäuser). Unser lokaler Führer, Jacky, selber ein Hani, konnte uns wirklich viel über die Kultur der Minderheiten und die Kunst des Reisanbaus erzählen. Wie überall in China (und andern Ländern) ist die Landflucht auch hier ein grosses Problem. Wer kultiviert noch diese einzigartigen Reisterrassen, wenn nur noch die Alten und die kleinen Kinder da sind?

Jacky sprach selber davon, dass der Gedanke manchmal nicht so weit weg sei, Fremdarbeiter für diese Arbeiten einzusetzen. Auch wenn wir nur kurz hier waren, begriffen wir rasch, wie anstrengend diese Arbeit wirklich ist. Das ist ein echter Knochenjob und der Verdienst ist nicht wahnsinnig. Von daher muss man Verständnis haben, dass auch diese Bauern hier den Wunsch nach leichterer Arbeit in sich tragen. Wir haben auf der letzten Reise, bei der Wanderung in Longji in der autonomen Region Guanxi gesehen, wie es aussieht, wenn Reisterrassen nicht mehr bearbeitet werden.

Zu den Wanderungen nur noch so viel: Wenn ich eine Reise plane, kann ich nicht bei allen Dingen mit Bestimmtheit sagen, wie sie bei den Leuten ankommen werden. Wanderungen in den Reisterrassen hingegen sind einfach ein sicherer Wert: Wir hatten noch nie jemanden, den eine Wanderung in den Reisterrassen nicht im Herzen berührt hätte. So geht es auch mir immer noch, jedes Mal, wenn ich irgendwo in eine Reisterrasse steige.

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Wie in allen diesen Dörfern laufen auch hier die Tiere einfach so rum. Die Tiere sind Bestandteil des Haushalts. Häufig wird man selbst als Tourist Zeuge von Schlachtungen. So kamen wir noch vor dem Eingang des Dorfes im »äusseren« Teil an einer Entenschlachtung vorbei.