Letzten Sonntag (9. November 2025) fand in Gossau ZH die Schweizermeisterschaft von swisswushu statt. Dabei ging es unter anderem, wie jedes Jahr, um den Pokal für die beste (Formen-) Schule. Es gab eine Zeit, da gewannen wir ihn zuverlässig jedes Mal, doch seit ein paar Jahren ist das Rennen, weil die anderen Schulen unterdessen ebenfalls viele und teils sehr gute Athletinnen und Athleten bringen, nicht mehr so eindeutig – was das Ganze natürlich weitaus spannender macht! Dieses Jahr ist es uns aber wieder gelungen, als beste Formenschule ausgezeichnet zu werden.
Der Dank für diese Auszeichnung gebührt natürlich in erster Linie unseren Wettkämpfern und Wettkämpferinnen, die die ganze Saison hindurch und insbesondere am letzten Sonntag in Gossau ZH starke Leistungen hingelegt haben. Die insgesamt 49 Podestplätze (14x Gold, 24x Silber, 11x Bronze) sprechen für sich. Zum Vergleich: Im Vorjahr errangen unsere Athleten und Athletinnen «nur» 37 Podestplätze (9x Gold, 13x Silber und 15x Bronze) – was auch schon eine hervorragende Leistung darstellte. Mit ein Grund für diese enorme Steigerung ist sicherlich eine bedeutende Verschiebung bei den freien Formen der Erwachsenen: Bis letztes Jahr nahm Sami Ben Mahmoud, der Präsident von swisswushu und Gründer sowie Leiter der Wu – Academy of Martial Arts, an allen Turnieren teil. Sofern er nicht schwerwiegende Patzer hinlegte, war der erste Platz meist schon an ihn vergeben. Mit seinem Abtreten als Wettkämpfer haben nun andere Athleten und Athletinnen eine Chance auf den ersten Platz, was auch unserer Schule ein paar erste Plätze mehr bescherte.
Dieser Text stammt einmal nicht aus der Feder des Schulleiters, sondern aus der seines Sohnes. Daher erlaube ich mir eine kleine persönliche Note zum Schluss: Als A-Schiedsrichter (wir bewerten die Korrektheit der einzelnen Bewegungen und Positionen) verliert man teils den Blick für die ganze Form. Nichtsdestotrotz gab es mehrere Momente, während derer ich dachte: «Wow, diese Form war super, da bin ich als Trainer richtig stolz auf die Athletin/den Athleten.»
Daher bleibt mir nur noch zu sagen: Weiter so!
PS: Die Bilder stammen dieses Mal - nicht wie üblich - von Jürg Wiesendanger (krankheitshalber verhindert), sondern von Michael Kaufmann, der sich kurzfristig zur Verfügung stellte und den ganzen Sonntag im Einsatz stand. Nun muss man wissen, dass Sportfotografie nicht sein Spezialgebiet ist. Insofern kann sich das Resultat auf jeden Fall sehen lassen und ich möchte mich bei Michael ganz herzlich für seinen Einsatz bedanken. Der WAK-Geist wirkt manchmal auch bei denen, die nicht bei uns trainieren. Einfach super!