
Diesen Text schreibe ich auf dem Rückweg mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Chuanzhusi (über 3000 m.ü.M.) nach Chengdu (von woher wir bereits gekommen sind). Immer wieder ein Highlight in Chengdu ist die Panda-Forschungsstation mit angegliedertem Zoo. Wenn man sich nur ein wenig auf die Katzenbären einlässt, geduldig wartet und im richtigen Moment bereit ist, kriegt man Posen à la Po aus dem Film Kung Fu-Panda.
Danach ging es vom 500 m.ü.M. gelegenen Chengdu ins Hochgebirge, wo wir zunächst die atemberaubenden Sinter-Terrassen von Huanglong und am nächsten Tag den Naturpark von Jiuzhaigou (neun-Dörfer-Tal) besuchten. Huanglong beginnt auf rund 3200 m.ü.M. und der höchste Punkt ist knapp 3600 m.ü.M. Sich in dieser Höhe zu bewegen, zwingt alle zu einem mehr oder weniger gedämpften Rhythmus. Die beiden Gebiete liegen rund 100 km auseinander, so dass man auch dort oben nochmals einige Distanzen zurückzulegen hat.
Unsere Chinareise ist ja mehr so eine Entdecker-Reise, d.h. es gibt praktisch jeden Tag etwas Neues zu sehen, wir sind oft unterwegs, es gibt einige Transporte zu erdulden, aber die Gruppe zeigt sich resilient, ist diszipliniert und man hilft sich gegenseitig, auch wenn man mal müde ist. Die besuchten oder erwanderten Orte gehen von eindrücklich über spektakulär bis atemberaubend, was die Mühen wieder vergessen lässt. Ebenfalls Teil der guten Stimmung: Wir hatten wirklich an jedem Ort tolle Hotelzimmer, was einfach hilft, weil man weiss, abends wird man in einem anständigen Bett liegen. Zudem hatten wir fast durchwegs schönes, manchmal auch bewölktes Wetter. Nichts fiel dem Wetter zum Opfer. So richtig geregnet hat es nur einmal, als wir im Hotel in den Reisterrassen waren. Das mit dem guten Wetter scheint einfach so zu sein, wenn die WAK unterwegs ist.
Langsam zeichnet sich das Ende der Reise ab. Morgen geht es, wieder mit dem Zug, nach Beijing, wo wir die dortigen Monumente, Kaiserpalast und Himmelstempel besuchen werden. Auch einen ganzen Tag frei werden die Teilnehmenden dort dann haben. Die letzte Nacht, ein Novum, verbringen wir in einem kleinen Hotel direkt bei der Grossen Mauer beim Abschnitt von Jinshanling. Das Sahnehäubchen dort wäre ein schöner Sonnenuntergang. Aber wir nehmen, was wir kriegen. Wir haben schon SO viel bekommen!
Herzliche Grüsse in die Schweiz.