Wushu Akademie Schweiz
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Taijiquan

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Taijiquan/Tai Chi - Die (Kampf)kunst der Langsamkeit

Taijiquan, bekannt auch als Tai Chi, gehört ebenfalls zur grossen Familie des Wushu, also den chinesischen Kampfkünsten. Die Geschichte des Taijiquan ist weitgehend von Mythen und Legenden umwoben, aber die Wirksamkeit davon ist mittlerweile nicht mehr nur das gute Gefühl der Trainierenden, sondern auch hinreichend wissenschaftlich belegt. So überrascht es nicht, wenn trotz Modernisierung in China das Taijiquan weiterhin gepflegt und gefördert wird; weiterhin da, wo sich die Bevölkerung trifft: In den vielen öffentlichen Parks im ganzen Land, wo sich jeden Morgen und Abend Myriaden von Menschen treffen, u.a. zum Üben von Taijiquan.

Das Taijiquan gehört zu den sogenannten inneren Stilarten des Wushu, weil es einerseits die inneren Prozesse mehr betont, als auch andererseits - im Gegensatz zu den äusseren Stilarten, die ihren Ursprung in den Gesundheitsübungen eines indischen Mönchs haben sollen - eine rein chinesische "Erfindung" sein soll. Fakt ist: Auch das Taijiquan selbst ist wieder nur ein Oberbegriff für einen Teil der inneren Stilarten.

Am bekanntesten dürften dabei auch heute noch die Familienstile Yang, Chen, Wu und Sun sein. Aber auch im Taijiquan sind die ganz ruhigen Zeiten vorbei und es kommen immer neue Formen auf den Markt. Als Laie kann man sich darin schon mal verlieren und es ist nicht alles Gold was glänzt.

Bestandteil des Trainings ist regelmässig auch Qigong, welches uns zu Beginn hilft, loszulassen und den Motor runterzufahren. Qigong hat viele Namen und Bedeutungen, eine sinnvolle Deutung ist jedoch die Bearbeitung der körpereigenen Energie.

Die Menschen, welche sich intensiv mit Taijiquan befassen, geben immer wieder Ähnliches zu Protokoll: Taijiquan wirke entspannend, entschleunigend, bringe Gelassenheit, sei voller Anmut, Leichtigkeit, Geschmeidigkeit und Eleganz, man fühlt sich dabei geerdet, im Zentrum, bei sich, die Formen fördern die Koordination, sie kräftigen, lösen Blockaden und verlangen einiges an Konzentrationsfähigkeit. Man könnte diese Liste noch beliebig verlängern. Da Taijiquan langsam und schon von daher gelenkschonend ausgeführt wird, ist es eine Bewegungskunst, die auch älteren Personen offensteht. Es werden keine besonderen Voraussetzungen verlangt.

Die Schreibweise von Taijiquan/Tai Chi führt oft zu Missverständnissen. Gemäss der offiziellen Umschrift Pinyin wird der Begriff korrekterweise Taijiquan geschrieben. Von der alten, nicht mehr gebräuchlichen, Umschrift Wade-Giles hat sich jedoch die Schreibweise Tai Chi oder auch Tai Chi Chuan gehalten. Den Chinesen ist mehr oder weniger egal. Sie schreiben Taijiquan so: 太极拳.

Die Wushu Akademie Schweiz führte ihren ersten Taijiquankurs Mitte 1992 durch. Damit verfügt sie mittlerweile über langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Sie hat eines der breitesten Formenangebote überhaupt in der Schweiz, so dass es einem auch nach vielen Jahren im Unterricht nicht langweilig wird. Trotzdem erhalten die Trainierenden die Zeit, die sie brauchen, um Bestehendes so lange zu vertiefen, bis sie sich reif für den nächsten Schritt fühlen. Wir laden alle ein, vorerst den ersten Schritt in ein unverbindliches Schnuppertraining zu machen.