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...Wushu (2)?
Wushu Formen beinhalten heute noch Bewegungen, welche einen Kampf simulieren, allerdings kann nicht mehr in jedem Fall ein direkter Bezug zu einer Zweikampfsituation hergestellt werden. Heute stehen, vor allem im Wushu-Formenbereich, die sportlichen Fähigkeiten im Vordergrund. Die Grafik versucht eine Gliederung nach diversen Unterscheidungskriterien zu machen. Allerdings: Eine so scharfe und exakte Trennung der einzelnen Stile, wie es die Grafik erscheinen lässt, ist in der Praxis nicht möglich. Die Stile haben sich zu sehr gegenseitig beeinflusst, so dass ein Stil oft auch Eigenschaften eines anderen Stils beinhaltet. Innere Stile besitzen so auch Elemente der äusseren Stile und umgekehrt. Aber hilfreich ist das Schema allemal: Zum einen gibt es also die grosse Familie der sogenannten äusseren Stilarten, Wushu oder eben auch Gongfu/Kung Fu genannt, die u.a. in etwa das bieten, was der Laie gemeinhin erwarten würde: Dynamisch, kraftvoll, elegant, hohe Sprünge, ganz tiefe Stellungen, schnelle und schnellste Bewegungen, Zweikampf und Selbstverteidigung. In China entscheidet sich ein Athlet allerdings von Beginn weg entweder für die Formen (Taolu) oder für den Kampf (Sanda/Sanshou), da die spezifischen Trainings zu grosse Unterschiede aufweisen. Bei den Formen gibt es ein immenses Spektrum an Stilen, wobei die traditionellen Stile etwas weniger Gewichtung erhalten, als die heute an offiziellen Wettkämpfen verlangten Formen. Dieser Trend wird sich noch verstärken, sollte Wushu an den olympischen Spielen von 2008 in Beijing, China, tatsächlich eine der neuen Sportarten sein. Geplant ist, dass nur Wushu-Formen zugelassen werden (d.h. keine Zweikampfdisziplinen). Die Wushu Akademie Schweiz unterrichtet an Kinder, Jugendliche und Erwachsene die heute an nationalen und internationalen Wettkämpfen obligatorisch geforderten offiziellen Wettkampfformen. Dabei im Vordergrund steht der nördliche Stil Changquan (auch Langfaust genannt), welcher die Basis für alle andern unterrichteten Stile bildet. Daneben grossen Stellenwert haben aber auch die Waffenstile, insbesondere Säbel und Schwert bei den Kurzwaffen als auch Stock und Speer bei den Langwaffen. Um einen ersten Eindruck zu erhalten, verweisen wir auch auf die Fotogalerie. Wir empfehlen zudem Schnuppertrainings, damit ein Eindruck gewonnen werden kann, was Wushu in etwa ist. |
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